
Willkommen, allerseits! Vor Ihnen steht "Kaiser Maximilian I. (1459-1519)", ein faszinierendes Porträt des Malers Bernhard Strigel. Das genaue Entstehungsdatum ist zwar unbekannt, doch dieses exquisite Gemälde misst 30,2 Zentimeter in der Höhe und 39,4 Zentimeter in der Breite.
Das Gemälde zeigt Maximilian I., den römisch-deutschen Kaiser, in einer Dreiviertelansicht, sein Blick ist subtil nach rechts gerichtet. Er ist von der Brust aufwärts dargestellt und trägt eine luxuriöse, dunkelrotbraune Robe mit hohem Kragen und einem reich verzierten, goldenen und dunkel gefärbten, juwelenbesetzten Halsausschnitt. Der schwere Stoff der Robe ist meisterhaft mit zarten Falten und Schatten wiedergegeben. Über der Robe trägt er einen karmesinroten quadratischen Hut, charakteristisch für die Mode der damaligen Zeit. Sein blondes Haar, mittig gescheitelt, fällt ihm bis auf die Schultern und umrahmt einen hellen Teint und scharf definierte Gesichtszüge, darunter eine markante Nase. Sein Ausdruck ist ernst und nachdenklich.
Seine rechte Hand ruht sanft auf seiner Brust, während seine linke Hand ein weißes Blatt Papier – vielleicht ein Dokument oder Brief – hält, von dem ein Teil sichtbar ist. Der Hintergrund zeigt eine ruhige Landschaft, die durch ein Fenster oder eine Öffnung zu sehen ist. Gedämpfte Grün-, Braun- und Blautöne malen eine Szene mit Bäumen, Wasser, einem weit entfernten Gebäude, das eine Burg sein könnte, und einer einsamen Reiterfigur in weiter Ferne. Ein hellblauer Himmel, mit Wolken übersät, vervollständigt die Kulisse.
Die gesamte Farbpalette ist gedämpft, wobei die tiefen Rottöne der kaiserlichen Kleidung einen schönen Kontrast zu seinem hellen Teint und den gedeckten Tönen der Landschaft bilden. Die Lichtquelle, scheinbar von links, wirft subtile Schatten, die der Figur und ihrer Kleidung Tiefe und Volumen verleihen. Strigels realistischer Stil zeigt sich in der akribischen Detailtreue der Gesichtszüge des Kaisers, seiner Kleidung und der Hintergrundlandschaft. Die satten Farben und die Liebe zum Detail tragen zum Gesamteindruck von Grandeur und Würde bei, der dem kaiserlichen Sujet gebührt. Obwohl die Institution, die dieses bemerkenswerte Werk derzeit beherbergt, hier nicht angegeben ist, zeugt seine Existenz von Strigels Können und der anhaltenden Faszination für diese bedeutende historische Persönlichkeit.
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