
Willkommen im Museum Hermitage! Heute stehen wir vor Hubert Roberts fesselndem Gemälde "Flucht der Galatea", das zwischen 1780 und 1790 entstand. Dieses Werk entführt uns in eine dramatische Szene aus Ovids Metamorphosen, der Geschichte der Nymphe Galatea, die vor dem verliebten Zyklopen Polyphem flieht. nn Meisterhaft fängt Robert die Essenz dieser dramatischen Verfolgungsjagd ein. Beachten Sie, wie unser Blick sofort auf die fliehende Gestalt der Galatea gelenkt wird, die in fließendes Weiß gekleidet auf eine Steinbrücke zueilt. Ihre Angst und Verzweiflung sind greifbar. Hinter ihr, die imposante Gestalt des Polyphem, der eine Keule schwingt, die Verfolgung aufnimmt, seine Frustration deutlich in seinem verzerrten Gesichtsausdruck. nn Der Einsatz von Licht und Farbe durch den Künstler verstärkt die Dramatik noch. Der warme Schein der Villa in der Ferne steht in starkem Kontrast zu dem stürmischen Himmel und deutet auf die Gefahr hin, der Galatea ausgesetzt ist. Robert, bekannt für seine romantischen Landschaften und Capricci, verbindet in diesem Werk Mythos und Realität nahtlos miteinander. Die üppige Vegetation, die die Brücke umgibt, und die detailliert dargestellte Villa erzeugen ein Gefühl von Tiefe und Realismus, während die Gestalten der Galatea und des Polyphem, eingefroren in einem Moment intensiver Aktion, uns in das Reich der Mythologie entführen. nn "Flucht der Galatea" ist nicht nur ein schönes Gemälde, sondern eine zum Leben erweckte Geschichte. Sie erinnert uns an die Kraft der Kunst, uns in verschiedene Welten und Zeiten zu versetzen und uns die Dramatik und Emotionen alter Mythen hautnah erleben zu lassen.
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