Walter Rathenau

Walter Rathenau

1907 - Painting

"Walter Rathenau", ein Gemälde von Edvard Munch aus dem Jahr 1907, lässt uns in die Welt des bedeutenden deutschen Industriellen und Politikers eintauchen. Das Porträt, das sich heute in den Kunstmuseen von Bergen befindet, fängt mehr als nur Rathenaus Aussehen ein; es dringt in seinen Charakter und seine Präsenz ein. nn Man beachte die gedeckte Farbpalette aus Blau-, Grau- und Brauntönen, die so typisch für Munchs Spätwerk ist. Der Künstler erzeugt mit diesen Farben ein Gefühl von Feierlichkeit und Introspektion. Rathenau steht in einem dunklen Anzug vor uns, sein ernster Gesichtsausdruck wird durch das Licht, das ihn vom Hintergrund abzuheben scheint, noch betont. Seine Haltung, die Füße auseinander und die rechte Hand leicht ausgestreckt, deutet auf einen Mann der Tat hin, der es gewohnt ist, zu befehlen. nn Der Hintergrund verstärkt dieses Gefühl psychologischer Intensität noch. Eine blassrosa Wand, die eine Tür oder ein Fenster andeutet, kontrastiert mit einem leuchtenden Wandteppich aus wirbelnden Orange- und Gelbtönen. Diese Gegenüberstellung von Schlichtem und Prunkvollem, von Ruhe und Energie, spiegelt die Komplexität von Rathenaus eigenem Leben und seiner Persönlichkeit wider. nn Munchs lockere Pinselführung und sein ausdrucksstarker Umgang mit Farbe verleihen dem Gemälde eine gewisse Dynamik. Wir betrachten nicht nur ein statisches Porträt; wir sind eingeladen, über die Innenwelt eines Mannes nachzudenken, der die deutsche Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt hat.

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