
Vor Ihnen steht Totes Wild, ein fesselndes Ölgemälde auf Leinwand aus dem Jahr 1646 von Ferdinand Bol. Dieses bemerkenswerte Werk mit einer Breite von 83 Zentimetern und einer Höhe von 99 Zentimetern gehört zur geschätzten Sammlung der Eremitage.
Bol stellt meisterhaft ein Stillleben mit totem Wild, hauptsächlich in dunklen, warmen Brauntönen und Ockertönen, dar. Diese gedeckte Farbpalette, unterbrochen von Variationen in Braun- und Grautönen, schafft eine düstere, aber dennoch wunderschöne Atmosphäre. Beachten Sie, wie das Licht, das scheinbar von oben links kommt, subtile Schatten wirft und die Textur und Form jeder Feder verstärkt.
Die Komposition ist sorgfältig orchestriert. Eine große, weiße Henne liegt auf der Seite, ihre Flügel sind ausgestreckt und bilden den Mittelpunkt des Gemäldes. Darüber hängen zwei kleinere Vögel, vielleicht Rebhühner, an einem Haken und fügen ein vertikales Element hinzu, das einen Kontrast zur horizontalen Anordnung der Vögel darunter bildet. Diese kleineren Vögel, zusammen mit anderen, die auf einer dunklen Fläche – möglicherweise ein Tisch oder eine Kiste – liegen, deuten auf eine Erzählung von der Jagd oder der Zubereitung einer Mahlzeit hin. Ein dunkler Behälter, vielleicht ein Korb, ist im Hintergrund teilweise sichtbar und bereichert die Szene weiter.
Die Gesamtwirkung ist eine stille Kontemplation, charakteristisch für holländische Stillleben des 17. Jahrhunderts. Das Motiv des toten Wildes, ein häufiges Sujet in dieser Zeit, lädt zur Reflexion über die Vergänglichkeit des Lebens und den Reichtum der Natur ein. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um die Details in den Federn, das subtile Spiel von Licht und Schatten und die durchdachte Anordnung der Vögel zu würdigen. Es ist ein wirklich beeindruckendes Beispiel für Bols Können und die künstlerische Sensibilität seiner Zeit.
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