Audienz des Dogen

Audienz des Dogen

1770 - 1780 - Painting - 1.01m x 67cm

Vor Ihnen steht „Publikumsaudienz beim Dogen“, ein fesselndes Gemälde von Francesco Guardi aus der Zeit zwischen 1770 und 1780. Dieses bemerkenswerte Werk, 1,01 Meter breit und 0,67 Meter hoch, ist Teil der Sammlung in Raum 723.



Das Gemälde versetzt Sie in das opulente Innere eines venezianischen Palastes, möglicherweise des Dogenpalastes selbst. Eine große Menschenmenge, überwiegend in der für das 18. Jahrhundert typischen dunklen, ernsten Kleidung Venedigs gekleidet, füllt die Szene. Viele tragen die schwarzen Mäntel und Masken, die mit dem venezianischen Karneval untrennbar verbunden sind, und verleihen der Szene eine Aura des Geheimnisses und der Intrige. Einige wenige farbenfrohe Figuren setzen Akzente in der ansonsten dunklen Farbpalette, ziehen den Blick auf sich und heben subtil die soziale Hierarchie hervor. Die Figuren stehen dicht gedrängt, was auf eine formelle Audienz oder Versammlung hindeutet, die vielleicht auf den Dogen selbst wartet. Obwohl der Doge nicht deutlich sichtbar ist, deutet eine leicht erhöhte Fläche im Zentrum auf ein Podium oder eine Plattform hin, auf der er sitzen könnte.



Guardis meisterliches Können zeigt sich in der akribischen Detailgenauigkeit der Architektur. Der Saal verfügt über eine hohe, verzierte Decke, reich verziert mit Blattgold und einem Kassettenmuster. Großformatige Fresken schmücken die Wände und zeigen klassische Szenen in gedeckten Pastelltönen, die einen schönen Kontrast zu den dunkleren Kleidern der Figuren bilden. Natürliches Licht fällt durch große Fenster an einer Wand und wirft Schatten, die die Tiefe und das Volumen des Raumes verstärken und die Texturen der Stoffe hervorheben. Dieser gekonnte Einsatz von Licht und Schatten, oder Chiaroscuro, schafft eine dramatische und realistische Atmosphäre.



Die Gesamtfarbpalette ist gedämpft und wird von satten Brauntönen, Schwarz und gedeckten Goldtönen dominiert, unterbrochen von den sanfteren Blautönen und hellen Rosatönen der Fresken. Das Gemälde fängt meisterhaft die Grandeur venezianischer Paläste, die Anonymität maskierter Figuren und die Formalität einer höfischen Versammlung ein. Es spricht von der Macht, der Zeremonie und der sozialen Hierarchie der venezianischen Gesellschaft im 18. Jahrhundert. Durch die akribische Wiedergabe von Architektur, Kleidung und den meisterhaften Einsatz von Licht und Schatten schafft Guardi ein wahrhaft eindrucksvolles und historisch bedeutendes Kunstwerk.

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Collection

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