
"Die Familie Liebermann (Der Künstler zeichnet im Kreise seiner Familie)", ein Gemälde von Max Liebermann aus dem Jahr 1926, lädt uns ein, einen zärtlichen Moment im Haus des Künstlers mitzuerleben. Das Bild, das sich derzeit in der Stiftung Stadtmuseum Berlin befindet, zeigt auf einer Fläche von 1,12 Metern mal 0,96 Metern sechs Figuren und einen geliebten Hund in einer intimen Szene. nn Liebermann stellt sich selbst in den Mittelpunkt der Komposition und hält sein eigenes Abbild beim Skizzieren auf einem Block fest. In seinem weißen Anzug wird er zum Blickfang, der subtil aus der Mitte gerückt ist. Um ihn herum befinden sich Personen, die die Wärme und Intimität des Familienlebens widerspiegeln. Zu seiner Linken steht aufmerksam ein Mann im dunklen Anzug, während zu Liebermanns Rechten eine Frau im weißen Kleid auf einer Chaiselongue liegend in einem Buch Trost findet. Die Komposition vermittelt auf wunderschöne Weise ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, auch wenn jedes Familienmitglied seinen eigenen stillen Beschäftigungen nachgeht. Die Präsenz eines Dienstmädchens im Hintergrund fügt der Erzählung eine weitere Ebene hinzu und deutet auf den Rhythmus des täglichen Lebens in diesem komfortablen Zuhause hin. nn Durch den meisterhaften Einsatz von gedeckten Braun-, Gelb- und Grüntönen taucht Liebermann die Szene in ein weiches, diffuses Licht, das das Gefühl von Wärme und Zuneigung, das das Kunstwerk durchdringt, noch verstärkt. "Die Familie Liebermann" ist mehr als nur ein Porträt; es ist ein Fenster zu einem wertvollen Moment, das uns einlädt, über die einfachen Freuden der Familie und die Geborgenheit des eigenen Heims nachzudenken.
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