
Willkommen, meine Damen und Herren! Vor Ihnen steht das Bildnis eines Prämonstratenser-Kanonikers, ein fesselndes Gemälde des renommierten flämischen Künstlers David Teniers des Jüngeren. Entstanden 1656, ist dieses kleine, aber eindrucksvolle Werk Teil der Sammlung des Musée Rolin. Mit nur 12,2 Zentimetern Breite und 17,2 Zentimetern Höhe täuscht seine geringe Größe über die Detailtreue und das Können seiner Ausführung hinweg.
Das Gemälde zeigt ein halbes Porträt eines Mannes, vermutlich eines Prämonstratenser-Kanonikers, seinem Gewand nach zu urteilen. Er ist in einem weißen Albe dargestellt, einem liturgischen Gewand, das mit subtilen Variationen in Hellweiß und Hellgrau wunderschön wiedergegeben ist und die Textur von feinem Leinen suggeriert. Die Falten und Knicke des Albs sind akribisch gemalt und vermitteln ein Gefühl für sein Gewicht und seinen Fall auf seiner Gestalt. Beachten Sie den hohen, leicht gekräuselten Halsausschnitt.
Der Mann selbst ist hellhäutig, mit zurückweichender Haarlinie und einem kurzen, ordentlich getrimmten Bart und Schnurrbart. Sein Gesichtsausdruck ist ernst und zurückhaltend, sein Kopf leicht geneigt. Der Künstler modelliert sein Gesicht meisterhaft mit Licht und Schatten und hebt die Konturen seiner Nase und Wangenknochen hervor. Die Lichtquelle scheint von oben links zu kommen und wirft einen sanften Schatten auf die rechte Seite seines Gesichts und Halses.
Der Hintergrund ist ein dunkles, undeutliches Braun-Schwarz, das einen starken Kontrast zur Helligkeit des Albs bildet und den Blick des Betrachters direkt auf das Motiv lenkt. In der oberen linken Ecke ist ein Hauch von dunkler Draperie zu sehen, der eine Innenraumgestaltung suggeriert.
Die Gesamtpalette ist zurückhaltend und konzentriert sich auf das Hellweiß des Albs und die dunklen Hintergrundtöne. Der Stil ist realistisch und betont die genaue Darstellung des Gesichtsausdrucks des Motivs und die Textur seiner Kleidung. Das Fehlen offensichtlicher Symbole, abgesehen von der religiösen Bedeutung des Albs selbst, unterstreicht subtil den geistlichen Orden des Dargestellten. Dieses kleine Meisterwerk ist ein Beweis für Teniers des Jüngeren Können, sowohl die Ähnlichkeit als auch die subtilen Nuancen von Stoff und Licht einzufangen.
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