Un Grain à Trouville (Squall bei Trouville)

Un Grain à Trouville (Squall bei Trouville)

1874 - Print

Vor Ihnen steht „Un Grain à Trouville (Sturm in Trouville)“, ein faszinierender Druck aus dem Jahr 1874 von Félix Buhot. Diese Radierung, Teil der angesehenen Sammlung der National Gallery of Art, versetzt uns an den geschäftigen Strand von Trouville, Frankreich, scheinbar mitten in einen plötzlich aufziehenden Sturm. Die genauen Abmessungen sind zwar nicht angegeben, doch das Bild selbst vermittelt eindrucksvoll das Drama der Szene.



In einer monochromen Palette von Sepiatönen gehalten, meisterhaft nutzt das Kunstwerk Licht und Schatten, um Tiefe und Atmosphäre zu schaffen. Vom helleren Beige des Himmels und des Sandes bis zu den dunkleren Brauntönen und Schwarztönen der zusammengedrängten Figuren ist der Kontrast auffällig. Die Szene wird von einer Menschenmenge dominiert, die unter zahlreichen Sonnenschirmen Schutz sucht; ihre Formen sind in impressionistischem Stil skizziert und betonen den flüchtigen Moment der Wirkung des Sturms. Umgeworfene Strandstühle und kleine Hunde verstärken das Gefühl einer plötzlichen Störung.



Im Hintergrund deuten Andeutungen von Küstenarchitektur und eine große zeltartige Struktur auf einen temporären Markt oder eine Unterkunft hin, während die unruhigen Linien des Meeres und der dunkle, stürmische Himmel darüber die eindrucksvolle Darstellung eines sich ändernden Wettergeschehens vervollständigen. Hohe Stangen, möglicherweise für Flaggen oder Segel, stehen prominent am Strand, eine davon trägt stolz eine französische Flagge. Der Gesamteindruck ist der von Vergänglichkeit, der die unmittelbare Reaktion der Menschen auf den plötzlichen Umschwung der Natur einfängt. Die Kunstfertigkeit des Künstlers liegt darin, ein starkes Gefühl für den Ort und die Wirkung des Unerwarteten auf menschliches Handeln zu vermitteln.

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