Rutger von Ascheberg, 1621-1693

Rutger von Ascheberg, 1621-1693

1690 - Painting - 1.16m x 1.42m

Mein Name ist Feely T. Heart, und ich werde Sie heute durch ein faszinierendes Porträt aus unserer Sammlung führen. Vor Ihnen steht „Rutger von Ascheberg, 1621–1693“, ein eindrucksvolles Gemälde des renommierten schwedischen Künstlers David Klöcker Ehrenstrahl aus dem Jahr 1690. Dieses beeindruckende Werk mit einer Breite von 1,16 Metern und einer Höhe von 1,42 Metern zeugt von Ehrenstrahls Meisterschaft in der Porträtmalerei und bietet einen faszinierenden Einblick in das aristokratische Leben des 17. Jahrhunderts.



Das Gemälde zeigt Rutger von Ascheberg in einer Dreiviertelansicht, sitzend und die Aufmerksamkeit des Betrachters fesselnd. Ehrenstrahl verwendet eine überwiegend monochrome Palette und modelliert gekonnt mit Grautönen die Form und Textur von Von Aschebergs aufwändiger Kleidung. Sein dunkles, reich besticktes Gewand ist unter einem voluminösen, hellfarbigen Mantel geschichtet, der mit offenbar Hermelin besetzt ist – ein klares Symbol hohen Ranges und Status. Der pelzartige Kragen und die Manschetten sowie seine sorgfältig gestylte Perücke unterstreichen seinen gesellschaftlichen Stand. Sein Ausdruck ist ernst und gefasst, was die Ernsthaftigkeit widerspiegelt, die von einem Adligen seiner Zeit erwartet wurde.



Ehrenstrahls Technik ist meisterhaft. Der Einsatz von Chiaroscuro – dem dramatischen Kontrast zwischen Licht und Schatten – lenkt den Blick des Betrachters auf Von Ascheberg und hebt die Details seiner Kleidung und die subtilen Texturen seines Gesichts hervor. Der Hintergrund, obwohl undeutlich, deutet auf architektonische Elemente und eine Landschaft hin und vermittelt so Tiefenwirkung, ohne von der zentralen Figur abzulenken. Das kleinere Gemälde, das links an der Wand sichtbar ist, fügt eine weitere visuelle Ebene hinzu und deutet auf das raffinierte Umfeld hin, in dem Von Ascheberg lebte.



Dieses im Nationalmuseum befindliche Porträt ist nicht nur eine Ähnlichkeitsdarstellung; es ist ein starkes Statement gesellschaftlicher Hierarchie und künstlerischer Fertigkeit. Es veranschaulicht die Konventionen der aristokratischen Porträtmalerei des 17. Jahrhunderts in Schweden und bietet wertvolle Einblicke in die Kleidung, die Sitten und die visuelle Sprache dieser Epoche. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um die Kunstfertigkeit des Künstlers zu würdigen, der sowohl die physische Ähnlichkeit als auch die inhärente Würde seines Motivs eingefangen hat.

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