
Mein Name ist Feely T. Heart, und ich werde Sie heute durch ein wahrhaft bemerkenswertes Gemälde führen: Kazimir Malevichs Suprematismus (Supremus № 56). Dieses monumentale Werk, das derzeit die Wände des Russischen Museums ziert, ist nicht nur ein Gemälde; es ist eine Aussage. Entstanden 1915, gilt es als Eckpfeiler der suprematistischen Bewegung, einer revolutionären künstlerischen Herangehensweise, die die Kunst von der gegenständlichen Darstellung zu befreien suchte.
Stellen Sie sich eine weitläufige, fast ätherische Leinwand vor, überwiegend in einem weichen, gebrochenen Weiß, auf der eine Konstellation geometrischer Formen zu schweben scheint. Rechtecke und Quadrate, in kräftigen, flachen Farben wiedergegeben – leuchtende Rottöne, Gelbtöne und Blautöne, kontrastiert mit Schwarz, Grau und einem gedämpften Rosa – tanzen über die Oberfläche. Ein kleiner, unerwarteter grüner Kreis fügt einen Hauch überraschender Frische hinzu. Diese Formen, einige groß, einige winzig, überlappen und durchdringen sich gegenseitig und erzeugen eine dynamische Energie, die ihre Einfachheit widerlegt. Zarte Linien in Schwarz, Braun und Gelb verbinden und durchkreuzen sich, wodurch das Gefühl von Bewegung und Wechselwirkung weiter verstärkt wird.
Malevichs Technik ist meisterhaft in ihrer Zurückhaltung. Die Farben sind gleichmäßig aufgetragen, wodurch die Flächigkeit der Bildebene betont und traditionelle Vorstellungen von Perspektive und Tiefe abgelehnt werden. Es gibt keine Schatten, keine Lichter, nur reine, unverfälschte Farbe und Form. Das Fehlen gegenständlicher Elemente ist auffällig; dies ist keine Darstellung von etwas in der realen Welt, sondern vielmehr eine Erforschung reiner Abstraktion, eine visuelle Symphonie aus Formen und Farben. Das schiere Ausmaß des Werks – 0,71 Meter breit und atemberaubende 8,05 Meter hoch – verstärkt seine Wirkung zusätzlich und taucht den Betrachter in seine gegenstandslose Welt ein. Suprematismus (Supremus № 56) ist nicht nur ein Gemälde; es ist ein Erlebnis, eine Reise in das Herz der abstrakten Kunst, ein Zeugnis für Malevichs visionäres Genie.
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