
"Der Lebensbaum", gemalt im Jahr 1910, ist eines der eindrucksvollsten Werke Edvard Munchs. Sofort fallen die leuchtenden Pastellfarben auf, die er auf der Leinwand verwendet. Der Baum dominiert das Gemälde, sein dicker Stamm und die Äste ragen nach oben, fast wie Arme, die sich zum Himmel strecken. Munch hat die Blätter in Grün- und Blautönen gemalt, wodurch eine Art Heiligenschein um den oberen Rand der Leinwand entsteht. Schauen Sie nun genau auf den Fuß des Baumes. Was sehen Sie dort? Munch hat mehrere nackte Figuren, Männer und Frauen, in unterschiedlichen Posen um den Stamm herum gemalt. Einige strecken sich nach oben, als würden sie von der Kraft des Baumes angezogen, während andere geerdet erscheinen, verbunden mit der Erde. Die Figuren wirken fast geisterhaft, gemalt in blassem Rosa, Blau und Gelb, was den traumhaften Charakter des gesamten Werkes unterstreicht. Der Hintergrund, ein sanftes Gelb, erinnert an eine sonnendurchflutete Lichtung, finden Sie nicht auch? Munchs Verwendung von Symbolik, der Baum als Repräsentant des Lebens und die Figuren vielleicht als Sinnbild für die Verbindung der Menschheit zur Natur, ist etwas, worüber man beim Betrachten dieses kraftvollen Werkes hier im Munch Museum nachdenken kann.
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