
Vor Ihnen steht „Antoinette David-Weill und ihr Neffe Maurice Lambiotte in Mareil-le-Guyon, Projekt“, ein faszinierendes Gemälde von Édouard Vuillard, Teil der angesehenen Sammlung des Musée d'Orsay. Mit einer Breite von 1,46 Metern und einer Höhe von 1,48 Metern bietet dieses Kunstwerk einen Blick auf eine sonnenverwöhnte Szene im Freien, möglicherweise einen Garten. Obwohl das genaue Entstehungsdatum unbekannt ist, ordnet der Stil und das Thema das Gemälde eindeutig Vuillards Schaffen zu.
Die Komposition konzentriert sich auf einen großen Baumstamm, in weichen Gelb- und Violetttönen wiedergegeben, an den sich Antoinette David-Weill lehnt, gekleidet in ein helles Kleid mit dunkleren Akzenten. Sie hält etwas Kleines in der Hand, was der Szene einen Hauch von Geheimnis verleiht. Im Vordergrund sitzt ihr Neffe, Maurice Lambiotte, an einem einfachen Holztisch, gekleidet in einem fröhlich gelben Badeanzug, scheinbar in eine Tätigkeit vertieft. Die warmen, hellen Farben, die für das Kind verwendet wurden, bilden einen reizvollen Kontrast zu den gedeckteren Tönen des Hintergrunds.
Der Hintergrund selbst ist ein üppiger Garten, gefüllt mit verschiedenen Bäumen und Sträuchern, in sanften Grüntönen und Andeutungen anderer Farben gemalt, was auf eine lebendige Vielfalt an Blumen und Blättern hindeutet. Ein kleines Gebäude, vielleicht ein Schuppen, und ein einfacher Stuhl sind dezent im Mittelgrund sichtbar und verleihen der Szene Tiefe.
Die Gesamtpalette ist weich und gedeckt, von Erdtönen dominiert, und schafft ein Gefühl von stiller Intimität und Geborgenheit. Das diffuse Licht deutet auf einen nicht intensiv hellen Tag hin, mit subtilen, natürlichen Schatten, die von Baum und Figuren geworfen werden. Der impressionistische Stil mit seinen sichtbaren Pinselstrichen konzentriert sich auf die Einfangung der Atmosphäre und des Lichts anstatt auf präzise Details und lädt den Betrachter ein, in die ruhige Szene einzutauchen.
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