
Lorenzo Lottos „Bildnis eines Bankiers“ aus dem Jahr 1522 entführt uns in die Welt der Renaissance-Finanzen. Das fesselnde Gemälde, das im Saint Louis Art Museum beheimatet ist und 0,81 Meter mal 0,66 Meter misst, zeigt einen Mann bei der Arbeit. Er sitzt hinter einem Tisch, der mit einem satten Grün bedeckt ist, und widmet seine Aufmerksamkeit ganz dem Dokument vor ihm. Seine Kleidung spricht von seinem Stand: ein schwarzes Wams mit eleganten rosa Ärmeln, gekrönt von einem würdevollen schwarzen Hut. Eine Feder in der Hand, schreibt er sorgfältig auf das Papier, während ein paar Münzen auf dem Tisch liegen und auf die Natur seines Gewerbes hindeuten. Der dunkle und schmucklose Hintergrund lenkt unsere Aufmerksamkeit allein auf den Bankier. Meisterhaft fängt Lotto die Konzentration des Dargestellten auf seine Aufgabe ein, sein Blick trifft direkt auf unseren und zieht uns in den intimen Moment der Berechnung und Transaktion hinein. Das subtile Spiel von Licht und Schatten hebt die Gesichtszüge des Mannes und die Werkzeuge seines Berufs weiter hervor und gewährt uns einen Einblick in die Welt des Handels und der Menschen, die sie geprägt haben.
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