
Vor Ihnen steht „Gründonnerstag in Pollença“, ein fesselndes Gemälde Santiago Rusiñols aus dem Jahr 1902. Dieses Kunstwerk, Teil der Sammlung des Cau Ferrat Museums, misst 0,98 Meter in der Breite und 0,725 Meter in der Höhe. Es fängt meisterhaft die serene Dämmerungsatmosphäre von Pollença auf Mallorca ein.
Das Gemälde wird von einer beeindruckenden Palette von Blautönen dominiert, die von tiefem Indigo bis zu sanftem Azur reichen und ein wahrhaft nächtliches Ambiente schaffen. Diese kühlen Töne stehen in einem wunderschönen Kontrast zu den warmen Orange- und Brauntönen der Kirchenfassade, die prominent in der Szene in Erscheinung tritt. Die Architektur der Kirche ist klar definiert, ihre Form und ein rundes Fensterdetail sind leicht erkennbar.
Beachten Sie den subtilen Übergang am Himmel, von einem helleren Blau am Horizont zu einem tieferen Blau über Kopf, der die Tageszeit perfekt andeutet. Der Vordergrund besteht aus einer dichten Ansammlung von Dächern, die in verschiedenen Blautönen und Brauntönen wiedergegeben sind und ein starkes Gefühl einer dicht bebauten Stadt vermitteln. Rauchschwaden, die aus Kaminen aufsteigen, tragen zur atmosphärischen Tiefe bei, während die dunklen, fast schwarzen Straßen zwischen den Gebäuden ein Gefühl von Geheimnis und stiller Kontemplation erzeugen. Im Hintergrund verleihen dunkle, schattenhafte blaue Berge dem Bild Maßstab und Weite.
Rusiñols Stil konzentriert sich darauf, die Stimmung und Atmosphäre anstatt präziser Details hervorzurufen. Die sichtbaren Pinselstriche tragen zur Textur des Gemäldes bei, und der subtile Einsatz von Licht und Schatten, der scheinbar vom Himmel ausgeht, wirft lange Schatten und verstärkt das allgemeine Gefühl von Stille und Gelassenheit. Das Fehlen menschlicher Figuren unterstreicht zusätzlich die stille Ruhe dieses Gründonnerstagabends in Pollença. Es ist ein wahrhaft schönes und eindrucksvolles Werk.
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