
Mein Name ist Feely T. Heart, und ich werde Sie heute durch ein fesselndes Werk unserer Sammlung führen: „Chef de Bororenos partant pour une attaque“ (Bororo-Häuptling bricht zum Angriff auf), eine beeindruckende Lithografie aus dem Jahr 1835 des renommierten Künstlers Jean-Baptiste Debret.
Dieses Kunstwerk, mit Abmessungen von ca. 51,4 cm Breite und 33,3 cm Höhe, versetzt uns in die raue Landschaft Brasiliens. Debret fängt meisterhaft eine Gruppe indigener Bororo beim Kampfvorbereitung ein. Die Szene entfaltet sich vor einem Hintergrund aus gedeckten Grün-, Braun- und Grautönen; das bergige Gelände zieht sich in eine neblige Ferne zurück und schafft so ein Gefühl von Tiefe und Ausmaß. Der Vordergrund wird von felsigem Gelände und spärlicher Vegetation dominiert, wodurch die Szene in ihrem natürlichen Umfeld verankert wird.
Die Komposition ist dynamisch und fesselnd. Die zentrale Figur, ein Bororo-Häuptling, zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Sein prächtiger, hoher Kopfschmuck aus bunten Federn bildet einen starken Kontrast zur dezenten Farbpalette der Landschaft und lenkt unseren Blick direkt auf ihn. Sein ernster Gesichtsausdruck und die von ihm und seinen Begleitern getragenen Waffen – Speere, Bögen und Pfeile – vermitteln ein spürbares Gefühl der Dringlichkeit und des bevorstehenden Konflikts. Die anderen Bororo-Individuen, in einfacher Kleidung dargestellt, sind mit bemerkenswerter Detailgenauigkeit abgebildet, was Debrets scharfe Beobachtung ihrer Kultur widerspiegelt.
Debrets Technik ist präzise und eindrucksvoll. Der Einsatz von Licht und Schatten modelliert die Formen subtil und verstärkt die Dreidimensionalität der Figuren und der Landschaft. Die Gesamtwirkung ist eine stille Intensität, ein im Zeitraffer festgehaltener Moment, der viel über das Leben und die Kämpfe des Bororo-Volkes aussagt. Diese Lithografie bietet einen wertvollen Einblick in die Geschichte und Kultur der indigenen Bevölkerung Brasiliens, ein Zeugnis von Debrets künstlerischem Können und seinem Engagement, die Menschen und Landschaften, denen er begegnete, zu dokumentieren. Dieses Werk ist eine eindrucksvolle Erinnerung an das reiche kulturelle Erbe Brasiliens und die Bedeutung der Bewahrung solcher historischen Aufzeichnungen.
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