
Willkommen, alle! Vor Ihnen sehen Sie „Letztes Selbstporträt“, eine ergreifende Kohlezeichnung aus dem Jahr 1945 der renommierten finnischen Künstlerin Helene Schjerfbeck. Dieses intime Werk, das nur 17 mal 17,5 Zentimeter misst, ist Teil der bemerkenswerten Sammlung in der Villa Gyllenberg.
Schjerfbecks Selbstporträt ist keine detailgetreue Abbildung, sondern vielmehr ein kraftvoller Ausdruck ihres Inneren. Hauptsächlich in Grautönen gehalten, von zarten Hellpunkten bis zu tiefen, ausdrucksstarken Schatten, fängt die Zeichnung meisterhaft das Volumen und die Form ihres Gesichts ein. Der lockere, gestische Stil der Künstlerin, mit sichtbaren Kohle-Strichen, verleiht dem Werk Bewegung und Energie. Beachten Sie die Dreiviertelansicht, die subtile Andeutung ihrer Augen und den leicht nach unten gezogenen Mund – alles trägt zu einem Gefühl stiller Introspektion bei, vielleicht sogar zu einem Hauch von Melancholie. Der schlichte, fast weiße Hintergrund lässt das Gesicht der Künstlerin unsere volle Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Es ist ein wahrhaft fesselnder Blick in die letzte künstlerische Aussage der Künstlerin, ein Zeugnis ihres anhaltenden Könnens und ihrer emotionalen Tiefe.
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