
Das Porträt der Ariëtte Mauve (oder Porträt der Frau des Künstlers in den Dünen) ist ein Gemälde des niederländischen Malers Anton Mauve (geboren Anthonij Rudolf Mauve in Zaandam 1838 und gestorben 1888 in Arnheim) der Haager Schule, das Mitte der 1870er Jahre entstand. Dieses kleine Öl auf Leinwand auf Holz misst 19,5 × 33,5 cm. Es repräsentiert die Frau des Künstlers, Mme Mauve, geborene Ariëtte (oder Arietta, Spitzname Jet) Sophia Jeannette Carbentus, die im Profil in den Dünen von Scheveningue sitzt. Ariëtte Mauve war mütterlicherseits eine Cousine ersten Grades von Vincent van Gogh, die Mutter der später geborenen Anna Cornelia Carbentus (1819-1907) war die Schwester von Ariëttes Vater. Ariëtte Mauve war die Tochter von Arie Carbentus (1826-1875) und seiner Frau, geboren als Sophia Cornelia Elisabeth van Bemmel (1828-1897), bekannt als Tante Fiel, und heiratete kaum im Alter von achtzehn Jahren Anton Mauve am 26. November 1874 in Den Haag. Letzterer war damals ein anerkannter Maler von sechsunddreißig Jahren, der von der Familie Van Gogh hoch geschätzt wurde. Er war einer der ersten, der ab August 1881 und besonders Ende 1881 Vincent van Gogh, der zu Beginn der Haager Schule, deren nüchterne Palette der Barbizon-Schule nahe stand, Unterricht und Malberatung gab. Er überwarf sich im Mai 1882 mit ihm, schätzte aber stets seine Kunst; Mauve wird in seiner Korrespondenz einhundertzweiundfünfzig Mal erwähnt.
Das Gemälde ist unten rechts signiert. Frau Mauve sitzt im Profil und zeigt die linke Seite mit ausgestreckten Beinen, gekleidet in einen langen schwarzen Rock, der leicht auf ihren Knöcheln angehoben ist, dicke weiße Strümpfe und eine lange hellblaue Jacke auf einer weißen Bluse. Sie trägt einen schwarzen Hut mit langen gelben und weißen Schleiern und ist mit einer rosa Blume gestochen. Sie betrachtet etwas in beiden Händen.
Dieses kleine Gemälde wurde 1917 in Amsterdam bei Frederik Muller (Los 89) versteigert und 2003 im Auktionskatalog von Glerum in Amsterdam erwähnt.
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