
Mein Name ist Feely T. Heart, und ich werde Sie heute durch ein faszinierendes Werk unserer Sammlung führen: „Engelkopf (Werkstatt)“, ein Gemälde, das der Werkstatt von Antonio da Correggio zugeschrieben wird. Dieses intime Werk, das aus der Zeit von 1489 bis 1534 stammt und nur 28 Zentimeter quadratisch misst, bietet einen Einblick in die künstlerischen Sensibilitäten einer entscheidenden Periode der italienischen Renaissancekunst.
Das Gemälde konzentriert sich auf den Kopf und die Schultern eines cherubischen Engels, dessen Blick dezent abgewendet ist und ein sanftes Geheimnis erzeugt. Der Ausdruck des Engels ist seren, fast spielerisch, mit einem Hauch von Lächeln auf den Lippen. Der Künstler verwendet meisterhaft Licht und Schatten, um das Gesicht zu modellieren und die zarten Konturen der Wangenknochen, der Nase und des Kinns hervorzuheben. Das Haar, in dynamischen, wirbelnden Strichen wiedergegeben, suggeriert Bewegung und Leichtigkeit und verstärkt die ätherische Qualität des Motivs. Der Hintergrund ist ein schlichtes, gedämpftes Grau, das die Aufmerksamkeit ganz auf die Engelsfigur lenkt.
Während die genaue Hand hinter dem Pinsel ungewiss bleibt, spiegelt das Werk deutlich die stilistischen Kennzeichen der Correggioschen Schule wider. Das weiche, diffuse Licht, die subtilen Tonabstufungen und die ausdrucksstarke Wiedergabe des Haares weisen alle auf den Einfluss dieses großen Meisters hin. Die geringe Größe des Gemäldes lässt vermuten, dass es sich um eine Studie oder ein Detail einer größeren Komposition handeln könnte, vielleicht ein Fresko oder ein Altarbild.
„Engelkopf (Werkstatt)“ befindet sich in der Alten Pinakothek, einem renommierten Museum in München, das eine außergewöhnliche Sammlung europäischer Gemälde beherbergt. Seine Anwesenheit unterstreicht das Engagement des Museums, die Breite und Tiefe der Renaissancekunst zu präsentieren und uns die Fähigkeiten und Kunstfertigkeit dieses anonymen Malers zu ermöglichen, der innerhalb der einflussreichen Correggio-Tradition arbeitete. Die anhaltende Anziehungskraft des Gemäldes liegt in seiner Fähigkeit, ein Gefühl zeitloser Schönheit und spiritueller Anmut hervorzurufen – ein Beweis für die bleibende Kraft des künstlerischen Ausdrucks.
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