
Mein Name ist Feely T. Heart, und ich werde Sie heute durch eines unserer Gemälde führen: nn Vor Ihnen sehen Sie das „Selbstporträt“, ein bemerkenswertes Werk, das 1898 von der französischen Künstlerin Suzanne Valadon gemalt wurde. Dieses Werk, etwas über 25 cm breit und knapp 40 cm hoch, ist ein Beweis für Valadons unabhängigen Geist und ihr künstlerisches Talent in einer Zeit, als die Kunstwelt von Männern dominiert wurde. nn Beachten Sie die Direktheit ihres Blicks. Ihr Ausdruck ist ernst, fast trotzig, als würde sie den Betrachter herausfordern, alle vorgefassten Meinungen über sie als Frau und Künstlerin zu hinterfragen. Das satte Rot ihres Kleides und ihrer Lippen, die sich von dem dunklen Hintergrund abheben, lenken unsere Aufmerksamkeit auf ihr Gesicht, den Mittelpunkt der Komposition. Valadons Stil ist kühn und ausdrucksstark. Die Pinselstriche sind locker und sichtbar, was dem Porträt ein Gefühl von Energie und Unmittelbarkeit verleiht. Sie ist nicht daran interessiert, ein perfekt glattes, idealisiertes Bild zu schaffen. Stattdessen umfasst sie die Textur und die Materialität der Farbe selbst und spiegelt damit eine moderne Sensibilität wider, die sich an der Wende zum 20. Jahrhundert in der Kunst herausbildete. nn Valadons „Selbstporträt“, das hier im Museum of Fine Arts in Houston zu sehen ist, bietet uns einen Einblick in die Seele einer Frau, die es wagte, Grenzen zu überschreiten und sich als bedeutende Persönlichkeit der Kunstgeschichte zu etablieren.
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