
Die Heilige Madeleine und die Heilige Katharina, auch bekannt als Heilige Katharina und Heilige Madeleine, ist ein um 1440 religiöses Gemälde des deutschen gotischen Künstlers Konrad Witz. Das Gemälde wurde vom Kanoniker Alexandre Joseph Straub in die Stadt Straßburg verlegt und kam 1893 in die Sammlungen. Es ist im Musée de l'Œuvre Notre-Dame ausgestellt. Seine Inventarnummer ist MBA 97 ("MBA" steht für Musée des Beaux-Arts). Das Gemälde stellt beide Heiligen mit ihren Attributen dar (Madeleines Salbengefäß und Katharinas Rad und Buch, hier ein Gürtelbuch). Trotz der Pracht ihrer Kostüme und Juwelen und der Kostbarkeit ihrer goldenen Heiligenscheine zeigt Witz sie mit den realistischen Gesichtern junger Bäuerinnen und in einer steifen Haltung, die an Schauspiel erinnert. Beide Heiligen sitzen in einem Kreuzgang, der dem Basler Münster gehören soll, und Witz eröffnet seine zaghafte Perspektive auf ein wieder mit spürbarem Realismus dargestelltes Straßenbild. Das Gemälde mag zu einem unvollendeten Altaraufsatz (wahrscheinlich einem Triptychon) gehört haben, aber es könnte auch von Anfang an autonom gewesen sein. Während der Vorhang den Einfluss der zeitgenössischen niederländischen Malerei zeigt, scheint die räumliche Perspektive Witz' eigenes, bahnbrechendes Experiment zu sein.
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