
Manfred auf der Jungfrau ist ein Ölgemälde von Ford Madox Brown aus dem Jahr 1842. Es ist inspiriert von Akt I Szene II von Lord Byrons dramatischem Gedicht Manfred, wahrscheinlich vor allem von folgendem:
... Und ihr, ihr klettert an deren äußerster Kante
Ich stehe und stehe am Rande des Wildbachs darunter.
Siehe, die hohen Kiefern schrumpften wie Sträucher
Im Schwindel der Entfernung, wenn ein Sprung,
Eine Rührung, eine Bewegung, sogar ein Atemzug, würde
Meine Brust auf dem Bett ihres felsigen Busens
Für immer ruhen – wozu halte ich inne?
... Du geflügelter und wolkenspaltender Minister,
Wessen glücklicher Flug am höchsten in den Himmel ist,
Nun, mögest du so nah an mir sein ...
... Wie schön ist diese ganze sichtbare Welt!
Wie herrlich in seiner Tat und sich selbst!
Das Gemälde zeigt die zentrale Figur des Gedichts, Manfred, der ein edler und wohlhabender Aristokrat ist, der sich von den Höhen des Jungfrauberges stürzen will. Manfred wird jedoch von einem Gämsenjäger vor dem Tod gerettet, der zufällig auf ihn trifft und der sich im Hintergrund des Gemäldes nähert, gekleidet in Pelz.
Das Detail, das auf Manfreds Gesicht zu sehen ist, zeigt seine tiefe psychologische Qual und den Grund für seinen Selbstmordwunsch. 1837 malte John Martin ein Kunstwerk mit dem gleichen Namen. Martins Version war ein Aquarell und konzentrierte sich mehr auf den Jungfrauberg als auf das Detail von Manfred und dem Jäger.
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